Course Content
Standortbestimmung
In diesem Abschnitt führen wir Teil 1 der Befragung durch. Die Ergebnisse helfen dir, dich selbst und deine Gründungsidee besser zu verstehen.
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Entrepreneurial Life Design
In diesem Modul lernst du, was hinter dem Konzept des Entrepreneurial Life Design steckt, einem innovativen Ansatz, der Entrepreneurship und persönliche Entwicklung verbindet. Es ist ein Werkzeugkasten voller Methoden der dich dabei unterstützt, deine Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Im Anschluss an das Intro findest du eine spannende Übung für den Alltag und ein paar Reflektionsfragen, nach deren Beantwortung du zum nächsten Thema übergehen kannst.
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Entrepreneurial Mindset
In dieser Lektion erkunden wir gemeinsam die unternehmerische Persönlichkeit. Es geht um Wissen und Fähigkeiten, tragfähige Netzwerke und die Bedeutung von Vorbildern sowie, ganz entscheidend ein Mindset, das Chancen in Möglichkeiten verwandelt. Viel Spaß!
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Problem-Solution-Fit
Viele Gründer:innen verlieben sich zu früh – und zwar in ihre Lösung. Sie bauen am Produkt, gestalten Funktionen, tüfteln an Details, aber ohne genau zu wissen, für wen sie es eigentlich entwickeln. Und warum. Deshalb der wichtigste Rat gleich zu Beginn: Love the problem, not your solution. Darum geht es in dieser Lektion.
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Letzte Vorbereitungen zum Live-Seminar
Du bist fast am Ziel! Bitte nimm dir zum Abschluss noch etwas Zeit für die letzten Vorbereitungen, damit wir beim Seminar direkt durchstarten können.
Seminar „Gründerin“
About Lesson

Du hast die sieben Dimensionen des Entrepreneurial Mindsets kennengelernt. Aber wie kannst du dein eigenes Mindset ganz konkret weiterentwickeln? Es beginnt mit einem einfachen, aber wichtigen Schritt: wahrnehmen, was schon da ist.

Schritt 1: Deine Glaubenssätze kennenlernen

Welche Gedanken begleiten dich im Alltag – besonders in herausfordernden Momenten? Denke kurz an die Sätze zurück, die du vorhin aufgeschrieben hast. Waren sie eher ermutigend, oder eher kritisch und selbstkritisch?

Vielleicht kennst du Gedanken wie: „Ich bin kein Zahlenmensch“ oder „Für sowas bin ich einfach nicht gemacht.“ Solche Gedanken sind nicht falsch – sie sind Momentaufnahmen. Aber du kannst sie bewusst hinterfragen.

Das kleine Wort mit großer Wirkung: „noch“

Ein einziges Wort kann einen entscheidenden Unterschied machen. Vergleiche diese beiden Sätze:

  • „Ich beherrsche die Finanzgrundlagen nicht.“
  • „Ich beherrsche die Finanzgrundlagen noch nicht – aber ich lerne gerade.“

Das „noch“ öffnet eine mentale Tür. Es erinnert dich daran, dass Entwicklung möglich ist – und dass der aktuelle Stand nicht der Endzustand sein muss. In der Forschung zum Growth Mindset gilt genau das als einer der wirksamsten kleinen Eingriffe in die eigene Denkweise.

Reframing: neue Perspektiven in stressigen Momenten

Eine weitere Technik ist das bewusste Reframing – also das Umdeuten einer Situation. Frage dich in schwierigen Momenten: „Welche Lernchance steckt hier – selbst wenn gerade alles schiefläuft?“

Diese Frage aktiviert, was in der Psychologie als Expectation Effect bekannt ist: Wenn du eine Situation als Lernmöglichkeit rahmst, reagiert dein Gehirn mit Neugier statt mit Angst. Das klingt simpel – und ist es auch. Aber es braucht Übung.

Schritt 2: Neue, stärkende Überzeugungen bewusst aufbauen

Mindset-Arbeit bedeutet nicht nur, alte hinderliche Glaubenssätze zu erkennen. Du kannst dir auch aktiv neue, stärkende Überzeugungen aneignen.

Eine inspirierende Quelle dafür ist das Buch „50 Sätze, die das Leben leichter machen“ von Karin Kuschik. Darin findest du kurze, kraftvolle Formulierungen, die helfen können, klarer zu denken und souveräner zu handeln. Hier drei Beispiele:

„Wollen ist wie müssen – nur freiwillig.“ Du tust etwas, weil du es willst – nicht weil du musst. Das gibt dir deine Selbstbestimmung zurück.

„Ich weiß nicht – heißt fast immer nein.“ Ein Reminder für mehr innere Klarheit. Höfliches Zögern hilft selten weiter – weder dir noch deinem Gegenüber.

„Was andere über mich denken, geht mich nichts an.“ Du kannst die Gedanken anderer nicht kontrollieren – also verschwende keine Energie darauf. Konzentriere dich auf das, was du denkst und willst.

Solche Sätze entfalten ihre Wirkung am besten, wenn du sie regelmäßig siehst. Klebe sie dir an den Laptop, häng sie an den Badezimmerspiegel – oder mach sie zum Sperrbildschirm auf deinem Handy.

💡 Zum Weiterdenken: Welcher der drei Sätze spricht dich am meisten an und warum? Halte deinen Gedanken dazu kurz in deinem Reisetagebuch fest, bevor du weitermachst.